Selen und Krebs
Selen zur Behandlung von Krebs

Hilft mir Selen auch dann, wenn ich bereits an Krebs erkrankt bin?
Ein ganz klares Ja! Selen in Form von Natriumselenit gehört heute zu einer ganzheitlich ausgerichteten
Krebsbehandlung wie das Amen in der Kirche. Selen alleine kann eine Tumorerkrankung nicht
heilen. Aber: Selen unterstützt den Organismus des Krebspatienten auf mehreren Ebenen beim
Kampf gegen den Tumor. Zum einen stärkt das Spurenelement das Immunsystem und hilft ihm
dabei, den Krebszellen im Körper Paroli zu bieten. Zum anderen unterstützt Selen antioxidative
Schutzsysteme. Freie Radikale, die bei chronischen Krankheiten wie etwa Krebs im Übermaß anfallen,
können so von weiteren schädlichen Aktivitäten abgehalten werden. Doch Selen kann noch viel
mehr: Das Spurenelement fördert auch die Reparatur bereits geschädigter Gene und trägt dazu bei,
dass in Krebszellen eine Art Selbstmordprogramm ausgelöst wird. Nicht zuletzt schützt Selen den
Körper des Krebspatienten vor den schädlichen Nebenwirkungen einer Chemo- und/oder
Strahlentherapie.
Wie kann ich mir die Wirkung von Selen bei Krebs vorstellen? Geht Selen direkt gegen die Krebszellen vor?
Die Effekte von Selen bei Krebs sind sehr vielschichtig. Einige der Wirkungen des Selens richten
sich tatsächlich direkt gegen die Krebszellen. So weiß man etwa, dass das Spurenelement dabei
mitwirkt, die Tumorzellen in den Selbstmord zu treiben. Zudem werden unter dem Einfluss von
Selen Stoffwechselprodukte gebildet, die tumorhemmend wirken. Seit kurzem ist bekannt, dass das
Spurenelement noch auf eine dritte Weise gegen Krebszellen vorgeht: Das Spurenelement vermindert
die Anzahl bestimmter Oberflächenmoleküle auf den Krebszellen. Die Tumorzellen können so
besser erkannt werden.
Gibt es auch indirekte Anti-Krebs-Wirkungen des Selens?
Ja, auch die gibt es. Und möglicherweise sind sie noch bedeutsamer als die Effekte, die sich direkt
gegen die Tumorzellen richten. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang: Das Spurenelement
stabilisiert die körpereigene Abwehr, das Immunsystem. Und das ist bei Krebserkrankungen eminent
wichtig, denn immerhin ist das Immunsystem die schlagkräftigste Waffe des Körpers gegen
Krebszellen. Bei Krebspatienten lässt die Power des Immunsystems nach. Umso wichtiger ist es,
unsere beste körpereigene Anti-Krebs-Waffe so schnell wie möglich wieder fit zu machen - unter
anderem durch die Gabe von Selen.

Ich habe gehört, dass Krebspatienten sich besser fühlen, wenn sie Selen einnehmen. Stimmt das?
Ja, viele Krebspatienten berichten, dass sich ihre Lebensqualität verbessert hat, nachdem sie mit
Selen und anderen Verfahren der biologischen Krebsmedizin behandelt worden sind. Und das verwundert eigentlich nicht: Wenn das Immunsystem und die antioxidativen Schutzsysteme durch die
Selenbehandlung wieder fit und aktiv geworden sind, verbessert sich naturgemäß auch das Wohlbefinden.
Ist es richtig, dass man eine Chemotherapie besser verträgt, wenn man gleichzeitig mit Selen behandelt wird?
Das ist eine wichtige Frage! Selen mindert offensichtlich die Nebenwirkungen einer Chemotherapie.
Es schützt die gesunden Körperzellen vor schädlichen Wirkungen dieser Therapien, so dass sich
Patienten unter dem Einfluss des Spurenelementes schon deutlich wohler fühlen.
Schützt Selen auch vor den Nebenwirkungen einer Strahlentherapie?
Ja, die Schutzwirkung des Selens bezieht sich auf alle konventionellen Krebstherapien, also auf die
Strahlentherapie ebenso wie auf die Chemotherapie.
Wie kann man sich die Schutzwirkungen des Selens in Sachen Chemound Strahlentherapie erklären?
Selen mindert die Nebenwirkungen bestimmter Chemo- und Strahlentherapien, indem es gesunde
Körperzellen vor gefährlichen aggressiven Sauerstoffverbindungen (unsere altbekannten freien
Radikalen) schützt. Diese entstehen nämlich bei vielen Krebstherapien in großer Menge und greifen
leider nicht nur Krebszellen an (was beabsichtigt ist), sondern auch normale, gesunde Körperzellen.

Wenn Selen bei der Chemo- und Strahlentherapie freie Radikale entgiftet, werden dann nicht gleichzeitig auch die Krebszellen geschont?
Glücklicherweise nicht. Die schützende Wirkung des Selens bezieht sich allein auf gesunde
Körperzellen. Krebszellen bleiben weiterhin den Chemotherapeutika und der Strahlung schutzlos
ausgeliefert - ganz gleich ob Selen dabei ist oder nicht. Neuerdings gibt es sogar Hinweise darauf,
dass bestimmte Chemotherapien noch besser wirken, wenn der Patient gleichzeitig Selen bekommt.
Ich habe gehört, dass bei manchen Patienten die Chemotherapie nicht wirkt, weil die Krebszellen nicht auf die Medikamente ansprechen. Kann Selen hier etwas ausrichten?
Ja. Neue Untersuchungen weisen darauf hin, dass Selen Tumorzellen, die nicht auf bestimmte
Chemotherapeutika reagieren (also resistent sind, wie Wissenschaftler sagen), wieder empfänglicher
für diese Medikamente machen kann. Dieser Aspekt ist für die Medizin unglaublich wichtig,
denn Tumore, die resistent gegenüber bestimmten Chemotherapeutika sind, sind keinesfalls selten.
Hat die Selentherapie Nebenwirkungen?
Solange die vom Hersteller empfohlenen Dosierungen eingehalten werden (und davon sollte man
bei einer von Ärzten überwachten Krebsbehandlung ausgehen), sind keine Nebenwirkungen zu
befürchten. Erst wenn Selen über einen langen Zeitraum extrem überdosiert wird, können
Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit auftreten.

Welche Selendosierungen werden bei Krebs eingesetzt?
Bei Krebspatienten werden in der Regel 100 bis 300 Mikrogramm Selen pro Tag eingesetzt, während
einer Chemo- und/oder Strahlentherapie kurzfristig sogar bis zu 1000 Mikrogramm täglich. In
der Krebsnachsorge, also nach beendeter konventioneller Therapie, werden meist 100 Mikrogramm
Selen pro Tag eingesetzt.
Wie lange sollte man die Selentherapie einsetzen?
Selen entfaltet seine Wirkung nicht nur während der Krebsbehandlung, sondern auch und
besonders in der Tumornachsorge. Denn gerade nach einer abgeschlossenen Krebstherapie kommt
es ja darauf an, Ihren Körper (vor allem Ihr Immunsystem!) stark und fit zu machen. Einem
Wiederaufflammen der Krankheit kann damit etwas entgegengesetzt werden. Aus diesem Grund
wird die Selentherapie oft über einen langen Zeitraum, mitunter lebenslang, eingesetzt.
Können die Kosten für eine Selentherapie von der Krankenkasse übernommen werden?
Hier gibt es keine einheitliche Regelung. Für die Krankenkassen ist die Kostenübernahme eine
Einzelfallentscheidung. Wichtig ist, dass Sie die Kostenübernahme vor Beginn der Therapie mit dem
zuständigen Kostenträger abklären. Tipp: Unter www.biokrebs.de finden Sie wertvolle und umfassende
Informationen rund um das Thema Kostenerstattung - bis hin zu einem Musterbrief für einen
Widerspruch gegen einen Ablehnungsbescheid.

Gibt es einen grundsätzlichen Unterschied zwischen konventionellen Krebstherapien und biologischen Verfahren wie etwa der Selentherapie?
Ja. Konventionelle Verfahren richten sich allesamt gegen den Tumor, wollen ihn zerstören.
Biologische Verfahren sind ganzheitlich ausgerichtet und gehen davon aus, dass Krebs eine Erkrankung
ist, die den ganzen Körper betrifft. Sie versuchen, durch unterstützende Maßnahmen die
Selbstheilungskräfte des Organismus zu stärken, damit der Körper aus eigener Kraft gegen die
Krebszellen vorgehen kann.
Passen biologische Therapien wie die Selenbehandlung überhaupt zu konventionellen Therapien?
Ja, sogar ganz hervorragend. Beide können sich in idealer Weise ergänzen. Wenn etwa durch konventionelle
Therapien (beispielsweise eine Operation) die Tumormasse im Körper vermindert
wurde, können biologische Verfahren anschließend dafür sorgen, dass das Immunsystem die noch
im Körper verbliebenen Krebszellen aufspürt und ihnen den Kampf ansagt. Aus diesem Grund sind
biologisch-ganzheitliche Therapieverfahren wie die Selentherapie im Normalfall auch keine
Alternative zu Operation, Strahlen- und/oder Chemotherapie, sondern deren natürlicher Partner.
Experten sprechen deshalb auch von ergänzenden (komplementären) oder unterstützenden (supportiven)
Verfahren.
Welches sind neben der Selentherapie die wichtigsten Verfahren einer ganzheitlichen Krebsmedizin?
Es gibt ein ganzes Spektrum biologisch ganzheitlicher Krebstherapien. Aus all diesen Verfahren
wird für jeden Patienten eine maßgeschneiderte Therapiestrategie entwickelt. Die bekanntesten dieser
Behandlungsmethoden neben der Selentherapie: Immuntherapien durch spezifische
Tumorimpfstoffe, durch Fiebertherapie, durch Thymusextrakte, durch Extrakte aus der Mistel sowie
durch Zytokine und Wachstumsfaktoren; Hyperthermie (hier rückt man dem Krebs durch Wärme zu
Leibe), Enzymtherapie, Therapie mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen,
Redifferenzierungstherapie (z. B. mit hochdosierten Vitamin-A-Verbindungen), psychotherapeutische
Verfahren, Sport und Gymnastik, Sauerstoff- und Ozontherapie, physikalische Therapie und
Ernährungsumstellung.
Kann ich als Krebspatient außer einer Selentherapie noch mehr für mich tun?
Ja, das können Sie. Denn Krebs ist kein Schicksal! Durch Eigeninitiative können Sie Ihre
Heilungschancen deutlich verbessern. Die besten Maßnahmen im Kampf gegen die Krankheit:
Ernähren Sie sich gesund, bewegen Sie sich regelmäßig und sorgen Sie für psychische
Ausgeglichenheit. All das stärkt zusätzlich Ihre körpereigene Anti-Krebs-Armee, Ihr Immunsystem.
Und noch etwas können Sie tun: Informieren Sie sich über Ihre Krankheit. Denn Unkenntnis und
Ungewissheit machen bekanntlich Angst und lähmen. Wer informiert ist, bringt eher die Kraft und
Motivation auf, gegen seine Krankheit anzukämpfen.
  
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